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Sumitomo (SHI) Demag tritt Verbundinitiative R-Cycle bei

Schwaig – Dezember 2022. Mit dem Beitritt zur Initiative R-Cycle will Sumitomo (SHI) Demag GmbH, Schwaig, ihre große Expertise bei Kunststoffverpackungsanwendungen im Dünnwandbereich und bei Eimern in die gesamte Branche einbringen. „Wir sind davon überzeugt, dass eine breite Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette von Kunststoffverpackungen den größten Einfluss auf die Umwandlung der linearen in eine Kreislaufwirtschaft haben wird. Darüber hinaus kann der Einsatz von digitalen Produktpässen in vielen Bereichen unseres täglichen Geschäfts Vorteile bringen“, erklärte Christoph Wynands, Produktmanager für Verpackungsmaschinen.

 

„Als Spezialist für dünnwandige Verpackungen in der Lebensmittelindustrie bestehen die meisten Produkte, die auf unseren Maschinen hergestellt werden, aus PP oder HDPE. Unsere Kunden wollen den Rezyklatanteil in ihren Produkten deutlich erhöhen“, sagte Wynands und erläuterte: „Um dies wirtschaftlich tun zu können, sind sie besonders auf saubere Rezyklatströme angewiesen. Leider fehlen in Europa noch die entsprechenden Zulassungen für den breiten Einsatz von werkstofflich rezyklierten Polyolefinen im Lebensmittelbereich. Daher wollen wir hier Unterstützung leisten und sehen in R-Cycle eine großartige Chance, die Reinheit und Qualität von PP- und HDPE-Recyclingströmen so weit zu verbessern, dass die notwendigen Lebensmittelzulassungen für den Einsatz dieser Rezyklate erreicht werden können.“

 

Sumitomo (SHI) Demag will hier sein Know-how mit Technologien wie In-Mold-Labelling (IML) und Injection-Compression-Moulding (ICM) einbringen, um überzeugende Anwendungen zu generieren und diese in branchenübergreifenden Projekten allen Beteiligten zur Verfügung zu stellen. „Auf diese Weise werden wir neues Wissen generieren, um möglichst viele Verpackungshersteller kompetent beraten und überzeugen zu können“, so der Produktmanager. Die Digitalisierung sei der Schlüssel für eine Kreislaufwirtschaft und könne die notwendige Transparenz in die verschiedenen Prozessschritte der Kette transportieren – egal ob für die effektivere Sortierbarkeit von Kunststoffen im Recyclingprozess oder als Informationsträger in der Kommunikation zwischen verschiedenen Maschinen- und Verarbeitungsprozessen im Rahmen von Industrie 4.0-Anwendungen. 

 

Das Unternehmen will die Technologie des digitalen Produktpasses nutzen, um in Zukunft detaillierte Transparenz über den Footprint ihrer Maschinen zu schaffen. Wynands: „Wir überprüfen und analysieren unsere interne Wertschöpfungskette und diskutieren mit Partnern und Lieferanten in unserem Netzwerk den Carbon Footprint unserer eigenen Maschinen. Um diesen zu reduzieren verbessern wir die Lieferkette, wo immer es möglich und notwendig. Darüber hinaus sind nachhaltige Maßnahmen und ökologisches Verhalten seit vielen Jahren unsere ureigene DNA. Die ökologischen Auswirkungen und Nachhaltigkeitsaspekte sind zwei der wichtigsten Kriterien in unseren Rankings, wenn wir alle unsere Neuentwicklungen bewerten und priorisieren“, ergänzte er.

 

Aus diesem Grund sei das Maschinenportfolio mit Blick auf vollelektrische Spritzgießmaschinen und leistungsstarke Dienstleistungen gestrafft worden, um beispielsweise Partner und Kunden beim verantwortungsvollen Umgang mit Neuware zu unterstützen und ihnen zu ermöglichen, den Recyclinganteil in ihren Produkten zu erhöhen. „Bereits in naher Zukunft ist es für unsere Kunden möglich, den Energieverbrauch ihrer Verpackungsproduktion zu halbieren, indem sie von einer konventionellen Hybrid-Spritzgießmaschine auf unsere vollelektrische PAC-E aufrüsten, ohne eine einzige Millisekunde Zykluszeit zu verlieren“, versichert Wynands.

 

Das Konzept der Initiative R-Cycle wurde erstmals auf der K 2019 in Düsseldorf vorgestellt. Der offizielle Start des Verbundprojekts erfolgte im Juni 2020. Damit soll Forderungen, die von der EU im Rahmen des Circular Economy Action Plans oder in Deutschland mit dem neuen Verpackungsgesetz formuliert wurden, entsprochen werden. So soll Transparenz entlang der Wertschöpfungskette entstehen, wobei insbesondere recyclingrelevante Eigenschaften und Inhaltsstoffe von Kunststoffverpackungen im Produktionsprozess digital und automatisiert dokumentiert werden, um sie für den Recyclingprozess zu nutzen. Dies soll eine präzisere Sortierung von Kunststoffabfällen ermöglichen, um hochwertiges Rezyklat herzustellen und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.