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Ein Jahr Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery Česko spol. s r.o

Ihren ersten Geburtstag feiert in diesen Tagen die Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery Česko spol. s r.o., Prag (Tschechien). Die Niederlassung in der tschechischen Hauptstadt war am 1. April 2021 offiziell eröffnet worden. „Wir haben alle unsere unternehmerischen Ziele erreicht und jedes Versprechen gehalten. Das Feedback der Kunden ist sehr positiv“, freut sich Geschäftsführer David Svoboda angesichts des Jubiläums und verweist auf die hohe Prozessorientierung des Standorts. „Mit der Eröffnung unseres Technikums für Schulungen, Abmusterungen und Tests haben wir einen weiteren Meilenstein in Bezug auf den technischen Service und ein kundenorientiertes Dienstleistungsangebot gesetzt.“

 

Auf 450 Quadratmetern Fläche verbindet das Technikum Theorie und Praxis in einem hochmodernen Showroom. Für Seminare, Lehrgänge oder Schulungen stehen 15 Sitzplätze zur Verfügung, vor denen ein beweglicher, interaktiver 86-Zoll-Monitor das Fenster in die Welt der Maschinentechnik von Sumitomo (SHI) Demag öffnet. Mittels LAN und WLAN verbundene Kameras sorgen für die externe Verbindung zu Kunden und zu den deutschen Werken in Schwaig und Wiehe. „Wir führen Schulungen für unsere Kunden in deren eigenen Unternehmen durch. Dort führt der Arbeitsalltag jedoch oft zu Ablenkungen. Deshalb bieten wir dies auch bei uns im Haus an, wodurch der Austausch noch intensiver ist“, so Svoboda.

 

Direkt neben den Tischen und Bänken für die theoretische Schulung steht im Technikum die vollelektrische Spritzgießmaschine IntElect 130/520-560 inklusive Roboter und weiterer Peripherie wie Materialförderung und -trocknung, Werkzeugkühlung und Temperierung. „Hier können wir unsere Maschinentechnik auch im Praxiseinsatz zeigen und konkrete Anwendungen demonstrieren“, erklärt der Geschäftsführer. Der Raum sei mit allen notwendigen Medien wie Druckluft, Strom und Wasser ausgestattet, ein Kran mit fünf Tonnen Traglast erleichtere das Handling schweren Equipments.

 

Das Highlight am Standort sei jedoch die komplette Demonstration der webbasierten Softwarelösung „myConnect“ anhand von zwei Touchscreens, davon einer für den Servicetechniker und einer für den Kunden. „Mit dieser zentralen Plattform erhalten Kunden den direkten Zugriff auf eine breite Palette vollständig vernetzter Support-Services. Außerdem hilft das System dabei, Ineffizienzen besser zu managen, Kosten zu reduzieren, die Gesamtbetriebskosten zu senken, Fehler zu beheben und Stillstandzeiten zu minimieren“, berichtet Svoboda und ergänzt: „Wir sind eine der ersten Niederlassungen von Sumitomo (SHI) Demag, die über diesen Service verfügt.“

 

Mit einem neuen Servicetechniker, der seit Jahresbeginn das Team ergänzt, verfügt Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery Česko spol. s r.o. nunmehr über 15 Mitarbeiter. Neben den Kollegen im Backoffice und an der Telefonhotline, die von Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr für Kunden kostenlos zu Verfügung steht, kümmert sich jeweils ein Verkäufer um den nördlichen und einer um südlichen Teil Tschechiens sowie die Slowakei. Hinzu kommen acht Servicetechniker – sieben in Tschechien und einer im südöstlichen Nachbarland. „Wir sind in allen Regionen des Landes vertreten, um den Kunden bestmöglichen Service zu garantieren“, versichert der Geschäftsführer.

 

Dieser wird sich demnächst auch auf SAM-C, die erste selbst entwickelte Roboter-Serienlösung von Sumitomo (SHI) Demag, erstrecken. „Noch dieses Jahr wird die hauseigene Automation in Tschechien verfügbar sein“, kündigt Svoboda an. SAM steht dabei für „Sumitomo (SHI) Demag. Automation. Machine.“, das „C“ beschreibt die „cartesische“ Roboterkinematik. Zunächst werden vier payload-Baugrößen mit drei, fünf, zehn und 20 kg Nutzlast erhältlich sein, in den kommenden zwei Jahren wird die SAM-Plattform Schritt für Schritt um weitere Roboter-Kinematiken und Funktionselemente erweitert.

 

Die neuen SAM-Roboter kommen für Spritzgießmaschinen in den Schließkraftgrößen zwischen 50 und 500 t und für Standard-Applikationen mit Zykluszeiten um 10 s und höher zum Einsatz. Die Anwender profitieren von Prozess- und Systemtechnik aus einer Hand („one stop shopping“), der vollständigen Steuerungsintegration (HW/SW) der Robotertechnik in die Spritzgießmaschine sowie von der produktionsoptimierten Robotermechanik für SDG-Spritzgießmaschinen. „Die SAM-Roboter bieten unseren Kunden durch Standardisierung ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis für Gesamtlösungen aus Spritzgießmaschine und Automation inklusive CE-Konformität“, erklärt der Geschäftsführer.

 

Dank des Kommunikationssystems IO-Link können intelligente Sensoren und Aktoren an das Automatisierungssystem angebunden werden, wodurch die SAM-Baureihe den Anforderungen von Industrie 4.0 umfassend gerecht wird. Darüber hinaus verfügen die Roboter ebenfalls über „myConnect“. SAM-C bietet zusammen mit den Spritzgießmaschinen von Sumitomo (SHI) Demag sowie der Materialfördertechnik den kleinsten Footprint einer Produktions-Einheit. Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Anlagenverfügbarkeit bei geringstem Reparatur- und Instandhaltungssaufwand, dank hauseigener Servomotoren sowie wartungsarmer Antriebs- und Führungstechnik. Durch entsprechende Vakuumtechnik sind die Systeme zudem energiesparend.

 

Doch die Planungen von Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery Česko spol. s r.o. gehen über die einfache Kombination Maschine-Roboter hinaus. „Wir planen bis Ende des Jahres mit der Struktur und dem Personal so weit zu sein, dass wir ab 2023 anfangen können, nicht nur Maschinen mit Robotern, sondern auch komplexe Automationen anzubieten und zu liefern“, erklärt der Geschäftsführer. „Darüber hinaus verfügen wir an unserem Standort über ein Lager, wo wir Ersatzteile für Ergochecks vorhalten. Dies ermöglicht uns eine bessere Einsatzplanung der Servicetechniker sowie die flexible Reaktion auf Kundenanforderungen.“

 

Svoboda sieht in den kommenden Monaten vor allem in den Branchen Packaging und Medical gute Wachstumschancen für sein Unternehmen. „Auch Consumer wird leicht zulegen, während Automotive weiterhin schwach ist“, berichtet er. Besonders die Fachmesse MSV in Brünn sei ein wichtiger Impulsgeber. „Im vergangenen Jahr waren wir dort nach langer Zeit wieder mit einer eigenen Maschine vertreten. Die Resonanz war überwältigend. Wir haben zahlreiche Kontakte verzeichnet, daraus sind im Nachgang neue Kunden geworden und wir haben Maschinen verkauft“, blickt er zurück. Deshalb plant der Geschäftsführer auch für dieses Jahr, mit einer eigenen Maschine und einem eigenen Produkt auf der MSV, die vom 4. bis 7. Oktober 2022 stattfindet, präsent zu sein.

 

„Vor einem Jahr sind wir von Null auf Hundert gestartet und haben mit unserer Service-Hotline von Tag eins an die Kunden betreut. Dank der umfangreichen Prozesskenntnisse und der großen Erfahrung unserer Mitarbeiter konnten wir zahlreiche Themen bereits am Telefon bearbeiten“, blickt Svoboda zurück. „Unsere Vor-Ort-Präsenz und die hervorragende Ausstattung des Showrooms ermöglichen es uns, neue Kunden zu akquirieren und Marktanteile hinzuzugewinnen“, ergänzt er und blickt erwartungsvoll in die Zukunft: „Wegen hoher Energiekosten, aber auch aufgrund der Schnelligkeit und der Präzision steigen immer mehr Kunden auf vollelektrische Spitzgießmaschinen um. Bereits jetzt liegt bei uns der Anteil bei rund 80 Prozent und er wird weiter steigen. Mit der IntElect-Baureihe sind wir darauf bestens vorbereitet.“