Spritzgießmaschine mit integrierter activeFlowBalance Funktion

Der Qualitäts-Check zeigt den Unterschied: links die unterfüllten Injektoren ohne Zuschaltung von activeFlowBalance, rechts mit der Funktion

Die vollelektrische IntElect

Die neue IntElect 220 von elm-plastic steht im zertifizierten Reinraum: Geschäftsführer Sascha Möhs (rechts), Betriebsleiter Uwe Lehnert (Mitte) und Andreas Zwiener, Vertriebsingenieur bei Sumitomo (SHI) Demag, freuen sich, dass durch die Funktion activeFlowBalance eine höhere Qualität von Bauteilen erzielt wird

 

32-fach Werkzeug mit optimaler Füllung aller Kavitäten

Geschäftsführer Sascha Möhs (rechts) zeigt Andreas Zwiener, Vertriebsingenieur bei Sumitomo (SHI) Demag, das 32 fach-Werkzeug, bei dem die optimale Füllung aller Kavitäten auf elektrischen Maschinen in der Vergangenheit Sorgen bereitete.

 

Produktion unter Reinraumbedingungen

Bedruckt werden die Pipetten und Spritzen bei elm-plastic nach dem Spritzgießen entsprechend der spezifischen Kundenanforderungen. Auch dieser Prozess findet unter Reinraumbedingungen und in Übereinstimmung mit GMP statt.

 

Alles im Fluss

Pharmaverpackungs-Hersteller elm-plastic sichert die Qualität dünnwandiger Bauteile in Mehrfachwerkzeugen mit activeFlowBalance

Ein 32-fach Werkzeug für die Herstellung medizinischer Injektoren stellte die elm-plastic GmbH immer wieder vor große Herausforderungen: Auf bisher getesteten elektrischen Maschinen ließen sich ohne Qualitätseinbußen nur maximal 24 Kavitäten füllen. Die optimale Lösung konnte erst mit einer elektrischen IntElect Maschine von Sumitomo (SHI) Demag erreicht werden. Ausgestattet mit der Funktion activeFlowBalance, sorgt sie heute für das gleichmäßige Füllen aller 32 Kavitäten – und damit für höhere Qualität in der Fertigung.

Lange Fließwege, geringe Wandstärken: unterfüllten Injektoren waren das ursprünglische Problem

„Wir waren mehr als skeptisch, als uns der Vertriebsingenieur von Sumitomo (SHI) Demag eine Lösung für unser Problem in Aussicht stellte“, erinnert sich Sascha Möhs, Geschäftsführender Gesellschafter der elm-plastic GmbH noch genau. „Schließlich hatten wir in der Vergangenheit schon vieles ausprobiert, um die Injektoren mit dem 32-fach Werkzeug in hoher Qualität und gleichzeitig effizient herstellen zu können.“
elm-plastic mit Sitz in Dudeldorf in der Eifel produziert eine breite und ständig wachsende Palette von pharmazeutischen Primärverpackungen. Zur Standard-Palette gehören beispielsweise Dosierpipetten für die orale Verabreichung von Flüssigarzneimitteln, Applikatoren und Injektoren sowie passende Zubehörteile. Etwa 40 Millionen Dosierpipetten und Injektoren mit Volumina zwischen 1 und 15 ml stellt elm-plastic pro Jahr in vielen verschiedenen Varianten her. Diese werden nicht nur im Haus entwickelt und gespritzt, sondern auch nach Kundenwunsch bedruckt und verpackt. „Wir haben uns mittlerweile zu einem der wenigen Komplettanbieter auf diesem Markt entwickelt“, betont Möhs.
Das Werkzeug mit 32 Kavitäten für die 8 ml fassenden Injektoren hatte der hauseigene Werkzeug- und Formenbau gebaut, um auf Dauer mehr Produkte in der gleichen Zeit ausbringen zu können. Das Werkzeug stellte die elektrischen Spritzgießmaschinen von elm-plastic jedoch von Anfang an vor Herausforderungen: Die Kavitäten füllten sich ungleichmäßig. Erhöhte man den Spritzdruck, kam es zu unterwünschten Gratbildungen.

Output-Steigerung um bis zu 50 %

Der Qualitäts-Check zeigt den Unterschied: mit Zuschaltung von activeFlowBalance werden alle Formnester gleichmäßig gefüllt

Die Schwierigkeit an den Bauteilen besteht in den langen Fließwegen bei gleichzeitiger Dünnwandigkeit: Gerade einmal 1 mm Wandstärke sind vorgegeben – bei einem Fließweg von über 100 mm.Alternativ wurde das Werkzeug daher auf alte hydraulische Maschinen gespannt. „Hier stimmte die Qualität, alle 32 Kavitäten waren immer gefüllt. Doch der Haken daran war, dass wir alle vorhandenen, in die Jahre gekommenen hydraulischen Maschinen Zug um Zug durch elektrische ersetzen wollen“, erklärt Betriebsleiter Uwe Lehnert. „Elektrische Maschinen haben einfach Vorteile für die Produktion im Reinraum; bei hydraulischen Maschinen besteht immer das Risiko, dass bei einer Reparatur Hydrauliköl austritt. Außerdem schätzen wir bei den elektrischen Maschinen die höhere Präzision sowie die Wartungsarmut. Und auftretende Fehler können wir durch die Fehleranalyse schneller beheben.“ Deshalb kauft das Unternehmen bereits seit mehr als zehn Jahren ausschließlich elektrische Spritzgießmaschinen. Da pharmazeutische Primärverpackungen unter kontrollierten Umgebungen gefertigt und verpackt werden müssen, betreibt elm-plastic sämtliche Spritzgießmaschinen sowie die gesamte Peripherie bis hin zu Druck- sowie Verpackungsmaschinen im Reinraum: Fünf Spritzgießmaschinen stehen in einem Reinraum der EG-GMP-Klasse C, die restlichen 16 in einem nicht-zertifizierten Reinraum.Da ausgerechnet die 2500 kN-Maschine, auf der das betreffende Werkzeug für die Pipetten problemlos lief, zunehmend technische Probleme bereitete, musste elm-plastic eine neue Lösung finden. Da traf es sich gut, dass Andreas Zwiener, Vertriebsingenieur bei Sumitomo (SHI) Demag, bei dem Verpackungshersteller an der Grenze zu Luxemburg gerade vorbeischaute – und mit activeFlowBalance eine Funktion für die vollelektrischen Maschinen der IntElect Baureihe vorstellte, die das gleichmäßige Füllen aller Formnester eines Mehrkavitätenwerkzeugs sicherstellt (siehe Kasten 2). Möhs und Betriebsleiter Lehnert waren zwar skeptisch, wollten die Aussagen des Vertriebsingenieurs aber gerne überprüfen. Deshalb vereinbarte man Versuche im Technikum von Sumitomo (SHI) Demag in Wiehe......

Weitere Informationen über activeFlowBalance finden Sie hier.

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Veröffentlicht in:
K-Zeitung

Veröffentlichung:
4 · 2015

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